Gemeinsam für Solidarität, Respekt und gute Arbeit

Anlässlich des Internationalen Tags der Arbeit erinnert der hessische Europaabgeordnete und Europabeauftragte des SPD-Parteivorstandes Udo Bullmann an die Situation der Beschäftigten in Zeiten der Pandemie.

„Der 1. Mai ist ein zentraler Tag für Gewerkschaften, die SPD und alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Gerade in dieser Krisenzeit stehen wir Seite an Seite mit den Gewerkschaften dafür, dass die Folgen der Krise nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden dürfen.

Während sich viele schon lange in Kurzarbeit befinden oder ihre Berufstätigkeit wegen der Einschränkungen gar nicht ausüben können beziehungsweise seit Monaten im Homeoffice arbeiten, werden viele Berufsgruppen, gerade im Gesundheitssektor, besonders belastet.

Die SPD hat mit dem Kurzarbeitergeld, umfangreichen Hilfspaketen und steuerrechtlicher Förderung bei der Corona-Prämie bereits grundlegende Schritte unternommen. Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen. Wir streiten weiterhin für mehr Solidarität. Das bedeutet einen höheren Mindestlohn, gute Arbeitsbedingungen und flächendeckende Tarifverträge. Es geht dabei um mehr Respekt gerade für Sozial- und Pflegeberufe in der Gesellschaft sowie einen zukunftsfähigen Sozialstaat auch über die Krise hinaus. Dafür brauchen wir starke Gewerkschaften!

Das diesjährige Motto des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) „Solidarität ist Zukunft“ gibt die Richtung vor. Der DGB betont zurecht, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dort besser durch die Krise kommen, wo die Solidarität groß ist, viele in Gewerkschaften organisiert und tariflich abgesichert sind.

In unserem Bundestagswahlprogramm fordern wir als SPD deshalb die gesellschaftliche Aufwertung von sozialen Berufen. Der Mindestlohn in der Pflege muss steigen und endlich allgemeinverbindlich werden. Damit sich mehr Menschen für soziale Berufe entscheiden, muss sich vor allem etwas an den Arbeitsbedingungen ändern. Wir brauchen zu aller Erst eine gute bedarfsdeckende personelle Ausstattung, um die Beschäftigten zu entlasten.
Auch wenn wir in diesem Jahr nur eingeschränkt in der Lage sind, auf Demonstrationen und Marktplätzen unseren Forderungen Nachdruck verleihen zu können, so ist es gerade in diesen Zeiten wichtig, an die Situation der Beschäftigten, die das Rückgrat unserer Gesellschaft sind, zu erinnern und für ein besseres Morgen einzustehen.“